Nicht aus dem Zusammenhang gerissen!
Erfolgreiche Mensch-Maschine-Kommunikation zeichnet sich nicht alleine dadurch aus, dass die Maschine über einen Touch-Screen oder eine Spracherkennungssoftware verfügt, über die ein Benutzer seine „Kommandos“ eingibt. Beide Technologien dienen lediglich zur „Entgegennahme“ der Eingaben eines Benutzers. Darüber hinaus spielen eine gelungene Modellierung des Dialogs und die Einbeziehung von Kontextwissen eine zentrale Rolle bei der Mensch-Maschine-Kommunikation. Wobei sich der Begriff „Dialog“ hier nicht zwangsläufig auf einen Sprachdialog bezieht, ein Dialog kann auch über eine rein grafisch-visuelle Bedienschnittstelle entstehen.
Durch unsere semantische Wissensrepräsentation ist es uns möglich, auf ganz unterschiedliche Faktoren innerhalb der Mensch-Maschine-Interaktion einzugehen. Dabei haben wir uns an vielen Stellen die Kommunikation zwischen Menschen zum Vorbild genommen. Wenn sich beispielsweise zwei Menschen miteinander unterhalten, und einer der beiden zeigt auf etwas in der Umgebung und sagt „Was ist denn das?“ dann wird sein Gesprächspartner mit großer Wahrscheinlichkeit wissen, was der Andere meint, weil er die Zeigegeste mit der geäußerten Frage sinnhaft verbindet.
Sprache & Touch - Analog dazu ist es mit unserer Technologie möglich, begleitend zu einer Spracheingabe auf ein Element auf dem Touch-Screen zu zeigen. Die Interpretationskomponente innerhalb unserer Dialoganwendung setzt dann, analog zum Menschen, die Informationen aus beiden Eingaben zusammen und leitet daraus die Intention des Benutzers ab. Darüber hinaus können wir auch zahlreiche weitere Faktoren, beispielsweise das Kontextwissen aus dem bisherigen Dialogverlauf, die Vorlieben des Benutzers und auch Weltwissen in eine Dialogmodellierung mit einfließen lassen. All das führt dazu, dass sich unsere Systeme intelligent verhalten und nicht auf starre Menüstrukturen und feste Abläufe beschränkt sind.
